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Himmel über Dietersweiler

Wer wir sind

ERKSST ist eine sehr lose Gruppe von einigen jungen Filmemachern, die sich in wechselnden Konstellationen für Filmprojekte zusammentun. Im Grunde genommen ist ERKSST sogar nur ein Name. Es gibt keine feste Gruppenzugehörigkeit und keine Hierarchie. Es gibt nur Projekte. In diesem Sinne ist die einzige Aktivität von ERKSST das Filmedrehen.
Dabei steht uns leider nur Ausrüstung, die für Hobby- und Urlaubsfilmer gebaut wird, und so gut wie kein Budget zur Verfügung. Trotzdem versuchen wir durch Zähigkeit, Kreativität und der Fähigkeit, aus Nöten Tugenden zu machen, ansprechende, ansruchsvolle Filmwerke zu schaffen. Möge unser Publikum entscheiden, ob uns das gelingt!

Wie wir uns sehen

Es ist meiner ganz persönlichen Meinung nach Aufgabe und Daseinssinn des Amateurfilms, jenseits ausgetretener Pfade Filme zu drehen, die vom professionellen Filmgeschäft - von Hollywood bis zur deutschen Filmförderung - so nicht gedreht werden. Es geht hierbei keineswegs darum, genau in die andere Richtung zu gehen, genau das Gegenteil zu machen, dadaistisch zu werden. Es geht darum, zu versuchen, so wenig wie möglich an ein Publikum, an Sehgewohnheiten, an eine Zielgruppe zu denken. Das heißt nicht, dass unsere Filme niemandem gefallen dürfen. Sie dürfen nur nicht deshalb dem Zuschauer gefallen, weil sie so gemacht sind, dass sie dem Zuschauer gefallen. Sondern die Filme wollen aus sich, aus ihrer Idee heraus gefallen. Uns ist völlig klar, dass man nicht Filmemacher sein kann, ohne an ein späteres Publikum zu denken. Man kann diese Gedanken nicht unterdrücken. Aber man darf sich nicht zu ihrem Sklaven machen, man muss sich abkämpfen an diesen Gedanken, man muss die ständige Auseinandersetzung mit ihnen als Triebfeder und als Energie für sein kreatives Schaffen betrachten. Dieses Schaffen - und das macht viel meines persönlichen Selbstverständnisses aus - ist immer auch eine Befreiung. Eine Befreiung für den Zuschauer, wenn er Filme sieht, die er nicht im Mainstreamkino, nicht im Fernsehen sieht, eine Befreiung für sein Auge. Eine Befreiung aber auch für den Filmschaffenden selbst. Er befreit sich damit Stück für Stück vom unerreichbaren Ziel, zu sein wie Hollywood, "ganz großes Kino" machen zu müssen. Er erkennt, dass sein Geschaffenes kein "Winzigklein", sondern nur ein "Anders" und vielleicht gar ein "Noch-nicht-Gewesen" ist.
Denn der große Nachteil des Amateurfilmers ist sein fehlendes Geld, sein fehlender Zugang zu Ressourcen und Techniken. Sein großer Vorteil dagegen ist die Unabhängikeit. Er kann drehen, was ihm passt. Wir versuchen, diesen Vorteil konsequent auszuspielen, um den Nachteil vergessen zu machen.

Geschichte von ERKSST

Die Geschichte von ERKSST beginnt im August 2004 mit einem mittlerweile woanders tätigen Künstler und Christian Schwaderer und einem weitaus radikaleren Ansatz als dem oben skizierten:
ERKSST wurde geschaffen als Abkürzung für "Epoche reinster Kunst - sesolventures Theater". Diese Worte klingen genau wie ihr Anspruch war: gewaltig und ambitioniert, aber auch mit einem Anflug von Ironie. Wir hatten damals zu zweit durchaus den Anspruch eine Art neuartige Philosophie des Filmschaffens zu kreieren. Durch Improvisation und einer radikalen Ausrichtung auf den schöpferischen Menschen als Schauspieler sollte etwas ganz Anderes, Ungewesenes geschaffen werden. Geradezu eine Selbstbfreiung ausgehend vom Schauspieler. Man kann sagen, dass dieser Versuch gescheitert ist.
Heute wollen wir lieber unsere Filme statt langer theoretischer Texte für uns sprechen lassen.
Nachdem "Die das Ende des Krieges sehen" mit seinem sehr überschaubaren Setting als Improvisationsfilm noch ganz gut funktionierte, erkannten wir bei "Die Flachzange", dass freie Improvisation einen komplizierteren, mehrstufen Plot nicht tragen konnte. So kehrten wir bei "Wasser des Zerfalls" zum konventionellen Drehen nach Drehbuch zurück.
Und noch etwas anderes ging zu Ende. Nach Abschluss der Dreharbeiten von "Wasser des Zerfalls" erkannte und erklärte das zweite Gründungsmitglied, dass Filmdrehen nicht mehr zu seinen persönlichen Vorstellungen seines darstellenden Selbsts passen würden. So endete seine Mitarbeit bei ERKSST.